Zauberlehrlinge wurden Geister immer wieder los

Magischer Zirkel traf sich im "Crossover"

Von unserem Redaktionsmitglied Jens Peter Iven

ZauberlehrlingeMit einem Zauberkasten allein ist es wohl kaum getan, aber mit einem Zauberkasten fängt wohl für viele Freunde der Illusion die Leidenschaft so richtig an. Fünf Anwärter auf die Mitgliedschaft im Magischen Zirkel mussten am Freitagabend im Haus der Jugend Bergstraße ihr Können unter Beweis stellen: Die Zauberlehrlinge waren zur Prüfung angetreten. Die Ortsleiter der Zirkel Wuppertal, Bochum und Düsseldorf, allesamt gestandene Zauberkünstler, wachten mit Argusaugen über die Fingerfertigkeit der fünf Aspiranten: Als Prüfungsaufgabe verknotete Lothar Ullrich - Künstlername .Manus" (die Hand) - ein Seil an einem Metallring und zog beides, Hokuspokus - problemlos wieder auseinander. Als er allerdings einen Zaubertrick mit nummerierten Plastikchips vorführte, klappte der gleich dreimal nicht – da mag sich der Nachwuchs-Magier wohl am liebsten selbst weggezaubert haben. Aber im theoretischen Teil (Wann wurde der Magische Zirkel von Deutschland gegründet? Wie viele Mitglieder hat er?) schüttelte "Manus" die Antworten gekonnt aus dem Ärmel. Sein nicht minder aufgeregter .Mit-Prüfling "Magic" Markus Werth hatte in der Praxis die Karten für seinen Trick trotz zitternder Finger gut im Griff. "Bei der Prüfung geht es um Wissen, Technik, persönliches Auftreten und die Art der Darbietung", erklärte "Mister Funny Face" Hans- Herrmann Wahl, eines der 16 Wuppertaler Zirkel-Mitglieder, worauf es ankommt. Vor ihrer Prüfung sind die zauberbegeisterten Nachwuchskräfte eine Zeitlang Gast im Zirkel, der seine Mitglieder mit einer Fachzeitschrift, Videos und einer rund 300 bändigen Fachbücherei auf dem Laufenden hält. Einmal im Monat treffen sich die alten Hasen, die hin und wieder auch welche aus ihrem Zylinder zaubern, zu einem gemeinsamen Clubabend. Ihre Drehs, Kniffe und Täuschungen geben sie allerdings nur intern weiter. Das Ausplaudern eines Zaubergeheimnisses ist verboten und wird mit einer Geldstrafe geahndet. Nach der theoretischen Prüfung gaben sich dann im "Crossover" im Haus der Jugend Zauberlehrlinge und ihre Meister den Zauberstab in die Hand: Vor großem Publikum breiteten sie ihr Illusions-Repertoire aus. Für Wahr auch ein Stück Nachwuchswerbung, denn den kann man nicht so ohne weiteres aus dem Hut zaubern...