Vohwinkel Jungfrau zersägt!

Alles nur Zauberei: "Magischer Zirkel" aus Wuppertal

Wer kennt ihn nicht, den Zauberlehrling aus dem gleichnamigen Gedicht des deutschen Dichterfürsten: Dem jungen Magier geht so manches daneben, am Ende tanzt ihm alles auf der Nase herum, was er durch die Kraft der Magie in geordnete Bewegung bringen wollte. Auch nach. weit über einhundert Jahren ist das der Alptraum aller Anfänger in Sachen Zauberei. Um dem vorzubeugen, werden Zauberer in Wuppertal in der Ortsgruppe des "Magischen Zirkels" solide unterrichtet. Am Samstagabend gibt's im Saal der Vohwinkeler Bahnhofsgaststätte eine Show zugunsten der Nachwuchsarbeit. Dazu steigen echte Cracks am Zauberstab auf die Bühne.

 

ZoranSo zeigt Atilla den "Chicagoer Billardkugel Trick": Atilla pflückt die Kugeln, die sonst auf grünem Tuch rollen, aus der Luft. Dass die Luft bei Zauberern Balken' hat, wird auch Zoran eindrucksvoll unter Beweis stellen. Seine Spezialität ist das Fächerfangen: Ein Kartenspiel, das von Skatbrüdern kaum komplett gehalten werden, lässt er in Windeseile aus seiner Hand wachsen – so gleichmäßig aufgefächert, als wäre es von Geisterhand gesteckt. „Aber mit Übersinnlichem hat das nichts zu tun" sagt Reiner Walter, Künstlername Rene Robert. Übersinnliche Fähigkeiten vorzuspiegeln und Tricks zu verraten – das sind die beiden Todsünden, die Zauberer begehen können. „Wir haben noch niemanden wegen des einen oder anderen Vergehens ausschließen müssen, aber in anderen 'Magischen Zirkeln' Deutschlands ist das schon vorgekommen", so der Zauberer. Um faulen Zauber auszuschließen, hat der "Magische Zirkel". Strenge Aufnahmebedingungen. So müssen Bewerber ihr Können praktisch und theoretisch unter Beweis stellen: "Da geht es um Fragen aus der Geschichte der Zauberei, um große Magier und technische Grundlagen", so Renes Roland. Um das alles zu wissen, muss. man die "Grundlagen der Magie", einen bibeldicken Wälzer, durchgeackert haben. Im Kurzprogramm soll der Bewerber dann zeigen, dass er sich nicht der Todsünde aller Kunst schuldig macht - das Publikum zu langweilen. Da trennt sich dann schnell die Spreu vom Weizen: "Wer wirklich zaubern will, um sich auf jahrzehntelanges hartes Training einlassen", weiß "Zaubergeselle" Rene Roland. Wie ein David Copperfield eine Claudia Schiffer angeln zu wollen - das sei ein reichlich schräger Grund zur Zauberei. .. ! Keine schrägen Nummern, sondern tolle Tricks erwarten den Zuschauer am Samstagabend ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Saal der Bahnhofsgaststätte in Vohwinkel. Für 12 Mark (Kinder 6 Mark) gibt es Manipulation, Close Up und Großmagie. Bevor Sie sich die "Grundlagen der Magie" kaufen, um zu erfahren, .was das ist: Gehen Sie hin und schauen, was da so .passiert. Übrigens: Claudia Schiffer wird nicht da sein, aber auf die klassische "zersägte Jungfrau" braucht das Publikum nicht verzichten.

Der Künstler Auf dem Foto ist Zoran!