Mare Weide: Erfolg ist keine Zauberei

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NACHWUCHS Der 17-hrige ist ngstes Mitglied .im Magischen Zirkel und überzeugt bei seinen Auftritten durch ein sonniges Gemüt.

VonManfred Görgens

DieSakko-Ärmel schiebt ergerne sportlich zu den Ellenbogen hoch, das steht ihm nun mal. Aber es geht von der Geste auch eine stille Botschaft aus: Wer glaubt, dass Zauberei damit zu tunhat,Asse,Tricksund Kanin­chen aus dem Ärmel zu ziehen, der muss beim Magier Mare Wei­de seine Klischees überdenken. DasAttribut .Rampensau", in dem Fall positiv gemeint, erhielt erinHagen.Mehr Magieverbin­det ihn allerdings mit Wuppertal, wo der 17-Jährige jüngstes Mit­gliedim Magischen Zirkel istund damit zu einem erlauchten Kreis von bundesweit nur etwa 2700 Künstlern zählt.

Gesunde Selbsteinschätzungund coole Sprüche

Diegroßartigen Erfolgeinseinem jungen Leben genießt Marc zwar, doch steckt ersie auch in allerBe­scheidenheit weg, ohne abzuhe­ben. Gesunde Selbsteinschätzung gehört nun mal ebenso zu ihm wie das sonnige Gemüt und die coolen, amüsanten Sprüche. Er ist zweifellos ein Sympathieträ­ger,wird sichgewissdiesener­frischenden Zug bewahren und muss nicht fürchten, dass mit schwin­dendem Alterbonus die Zauberbüh­ne zum Pranger werden könnte. "Manche Kunststücke sind-mir zu dumm geworden", sagt Mare allerdings im Rückblick auf die ersten Jahre seiner Karriere. Schon einmal stelltedieWZ seine Schlag-und Fingerfertigkeit in ei­nem Porträt vor. Wer den Fortschritt innerhalb dieserkaum zweiJahreerlebthat, ist vollends verblüfft und über­zeugt, .dassda ein großes Talent heranreift. Was er in der Zwi­schenzeit gelernt hat, "hätte da­mals nicht zu meinem Charakter uind zu meinem Alter gepasst" weiß er. Dasserdiegesamte-Darbietung mit großem Fingerspitzenge-fühl. an Person ausrichtet, zählt zu den besonders sympathischen Seiten seiner Auftritte. So sagt er dann auch, dass junge Zuschauer ihn nochnichtalsRespektperson betrachten und er bei Kinderge­burtstagen lieber noch nicht auf­semer treten würde. Im Fernsehen hat er unterdes­sen schon manche Glanzleistung aufs Parkett gelegt, trat beim WDR und bei VIVA auf. "Vor dem Studio wollten vieleJugend­lichevonmireinAutogramm ha­ben, das war schon ein tolles Ge­fühl", erinnert er sich, aber er kennt auch das gängige Urteil: Die schlechten Zau­berer treten im Fernsehen auf, die guten im Theater. "Dawürde ichger­ne das Gegenteil beweisen."­

• IM PORTRÄT

EINE KARRIERE Marc Weide wurde 1991 geboren und begann im Alter von zwölf Jahren mit der Zauberei. Karten-, Seil-und Tuch­tricks verbinden sich in seinen Shows mit Comedy. Seine Auf­tritte werden für Geschäftsessen oder Straßenfeste gebucht, fin­den zunehmend aber auch auf großen Bühnen und im Fernsehen statt.